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Udo Walz macht jetzt auch Radio – täglich ab 12. März 2009 beim Berliner Rundfunk 91!4

12. März 2009

(Quelle: ddp)Von heute, den 12. März 2009 an heisst es beim Berliner Rundfunk 91!4: Typisch Walz – darüber spricht Berlin.- Jeden Morgen um 8.30 Uhr wird Deutschlands bekanntester Friseur mit  Thomas Koschwitz in der Frühsendung „Koschwitz am Morgen“ über Themen sprechen, die ihn und Berlin bewegen. „Ich liebe einfach Radio und dann noch in meiner Traumstadt Berlin. Denn ich höre den Berliner Rundfunk jeden Morgen“, sagt Udo Walz, “ dann bietet es sich doch einfach an hier auch etwas zu machen und nach dem ich zwei gemeinsame Sendungen mit Thomas Koschwitz gemacht habe, freue ich mich jetzt auf mehr“, so Walz weiter. Deutschlands prominentester Friseur wird in diesem Jahr 65 Jahre alt, für den Figaro  keinen Grund kürzer zu treten, „ich werde arbeiten bis es nicht mehr geht“, sagt Udo Walz abschliessend.

Die Frühsendung des Berliner Rundfunk 91!4 ist weltweit einmalig: Thomas und Tim Koschwitz moderieren die einzige Radioshow, bei der Vater und Sohn gemeinsam am Mikrofon stehen. Unter www.berliner-rundfunk.de ist der Sender im Netz auch bundesweit empfangbar.

Berliner Rundfunk 91!4 exklusiv: Michel Friedmann im Interview mit Thomas Koschwitz

5. Februar 2009

Nur der Ausschluss des antisemitischen Hetzers Williamson kann die Glaubwürdigkeit des Papstes zurückgeben

Thomas Koschwitz und Michel Friedmann

Thomas Koschwitz und Michel Friedmann

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angemahnt, dass Papst Benedikt XVI. und der Vatikan eindeutig klarstellen, dass es keine Leugnung des Holocaust geben kann und dass es einen positiven Umgang mit dem Judentum geben muss. Das sei bisher noch nicht ausreichend erfolgt. Das ist der Hintergrund für das Interview von Thomas Koschwitz mit Michel Friedmann.

THOMAS KOSCHWITZ:
Wie gefällt Ihnen das, was Frau Merkel da gesagt hat?

MICHEL FRIEDMAN:
Meinen größten Respekt – was für ein Mut, aber auch gleichzeitig, was für eine Glaubwürdigkeit, wenn immerhin die auch Parteivorsitzende der Christlich-Demokatischen Union sich so klar und offen ausdrückt, aber letztendlich hat sie recht. Die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland kann und darf nicht schweigen, wenn wo auch immer auf dieser Welt von Autoritätsseiten -und das ist der Papst und der Vatikan- eine der zivilisatorischen Grundlagen und Erkenntnisse nach 1945 negiert wird, nämlich, dass es den Holocaust gegeben hat – und wenn Antisemitismus in der Kirche salonfähig wird durch die Einführung eines Bischoffs, der zu seinem Antisemitismus immer offen gestanden hat.

THOMAS KOSCHWITZ:
Trotzdem ist es ja doch ungewöhnlich, dass sich eine Regierungschefin den Papst so vornimmt – warum hat sie das gemacht, Ihrer Meinung nach?

MICHEL FRIEDMAN:

Weil sie -und ich kann nur noch mal sagen: meinen größten Respekt in dieser Frage- immer sehr konsequent engagiert war. Ich glaube, das ist auch für einen deutschen Bundeskanzler und Spitzenpolitiker etwas notwendiges, nämlich zu sagen: Antisemitismus hat gerade auf deutschem Boden von deutschen Menschen zum größten Zivilisations-unglück und -bruch geführt und unsere Aufgabe, aus der Geschichte gelernt zu haben, bedeutet, das nie wieder zuzulassen und diesen Satz: „Wehret den Anfängen!“ zu leben. Das lebt Angela Merkel vorbildlich. Und in der Sache hat sie 100 Prozent recht.

THOMAS KOSCHWITZ:
Der Papst hat aber doch schon vor einigen Tagen seine volle und unbestreitbare Solidarität mit den Juden betont und er hat gesagt, dass die Erinnerung an die Shoa, den Holocaust die ganze Menschheit über die unvorhersehbare Macht des Bösen veranlasst…

MICHEL FRIEDMAN:
Da sollte er erstmal bei sich selbst anfangen und nachdenken. Er kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen: einerseits das erklären, aber andererseits Holocaustleugner und Antisemiten wieder in den Schoß der Kirche zurückholen. Es wird nicht Gespräche mit diesem Papst und dem Vatikan geben können, es wird keine Glaubwürdigkeit des Papstes mit dieser Aussage verknüpft sein können, solange Williamson nach wie vor in der offiziellen Kirche bleibt. Oder mit anderen Worten: Nur der Ausschluss dieses antisemitischen Hetzers kann die Glaubwürdigkeit des Papstes zurückgeben.

Das Interview wurde heute morgen um 9.50 Uhr vom Berliner Rundfunk 91!4 in der Sendung Koschwitz am Morgen gesendet. Wir stellen Ihnen auf Wunsch gerne einen Mitschnitt zur Verfügung.

Der Berliner Rundfunk 91!4 sendet ein intelligentes Radioprogramm für Erwachsene in Berlin und Brandenburg – informativ und mit bester Musik aus den 70er und 80er Jahren. Der Berliner Rundfunk 91!4 ist Marktführer in der avisierten Zielgruppe der 35- bis 59-Jährigen in Berlin. Weltweit einmalig ist die Frühsendung des Berliner Rundfunk 91!4: Thomas und Tim Koschwitz moderieren die einzige , bei der Vater und Sohn gemeinsam am Mikrofon stehen.