Posts Tagged ‘MDR’

MDR und Zeitungsgruppe Thüringen wollen im Online-Bereich kooperieren

19. Januar 2009

Der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK und die Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT), die zur WAZ-Mediengruppe gehört, werden künftig im Online-Bereich zusammenarbeiten. Die Kooperation startet am 1. Februar.

Über Einzelheiten der Zusammenarbeit der Dreiländeranstalt und der Zeitungsgruppe Thüringen wird am Donnerstag, 22. Januar, 13 Uhr, auf einer Pressekonferenz im MDR LANDESFUNKHAUS THÜRINGEN informiert. Für Fragen der Journalisten und Gespräche stehen dort Prof. Dr. Udo Reiter, MDR-Intendant, Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, Klaus Schrotthofer, Geschäftsführer der Zeitungsgruppe Thüringen sowie Werner Dieste, Direktor des MDR LANDESFUNKHAUSES THÜRINGEN, zur Verfügung.

„No Money No Air“: Studenten der Uni Leipzig entwerfen Plakat für MDR SPUTNIK

12. Januar 2009

Ab Dienstag, 13. Januar, sieht Leipzig rot. An 150 Standorten in der Messestadt wird das neue MDR-SPUTNIK-Motiv „No Money No Air“ plakatiert. Dieses entstand in Zusammenarbeit zwischen Universität Leipzig, der Firma Ströer Deutsche Städte Medien GmbH und dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

„Entwerfen Sie ein Plakat für MDR SPUTNIK, das den Nutzen der Rundfunkgebühren kommuniziert“, lautete der Auftrag von Sabine Tubbesing, MDR-Marketingchefin, Christian Kramer, Leiter Abteilung Rundfunkgebühren beim MDR sowie Uwe Oertel, MDR SPUTNIK, an die Studenten der Universität Leipzig.

 

Einen Monat hatten diese Zeit, um ein Motiv zu entwerfen. Anfang Dezember folgte die Präsentation der Ergebnisse im Rahmen eines so genannten Pitches. Gewonnen hat die Studentenagentur „Chili“. Ihr Slogan „No Money No Air – Rundfunkgebühren sichern Euch gutes Programm“ im knalligen rot-schwarz-weißem MDR-SPUTNIK-Design hat die Jury überzeugt.

 

„Den Studenten des ‚Chili’-Teams ist es auf hervorragende Weise gelungen, Slogan und Design miteinander zu verbinden“, freut sich die Marketingchefin des MDR, Sabine Tubbesing. „Wir haben uns bewusst für die Teilnahme an diesem Projekt entschieden, weil die Studenten der Universität Leipzig die gleiche Sprache sprechen wie die Zielgruppe von MDR SPUTNIK“, so Sabine Tubbesing weiter.

 

Das Siegermotiv wird als 18/1-Plakat (rund neun Quadratmeter) vom 13. bis 22. Januar an 150 Standorten in Leipzig zu sehen sein.

 

Das Studentenprojekt „Out-of-home-Medien“

Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig führt in Kooperation mit der Firma Ströer Deutsche Städte Medien GmbH im Wintersemester 2008/09 das Projektseminar „Grundlagen und Praxis der Out-of-home-Medien” durch.

 

Im Rahmen dieses Seminars versetzen sich die Studenten in die Rolle einer Kreativagentur. Sie erhielten den Auftrag, für zwei Kunden ein Plakat zu entwerfen. Als Kunden fungierten der MDR und die Universität Leipzig. Die Universität gab die Entwicklung eines Plakats zur 600-Jahr-Feier der Alma Mater in Auftrag.

 

Zum Pitch stellten sich sechs kreative „Studentenagenturen“ – drei für den MDR („Chili“, „fajst design“ und „RAGBAG COMMUNICATION“) sowie drei für die Universität Leipzig („LiAnKe“, „Konrad PR“, „Colormari“).

 

www.sputnik.de

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„UKW-Zwerg und Internet-Riese“: MDR Sputnik ist 15 Jahre alt

27. Dezember 2008

Halle. Der Radiosender hat nur wenige Frequenzen und doch seit seiner Gründung vor 15 Jahren eine treue Hörerschaft. MDR Sputnik, Nachfolger des DDR-Jugendradios DT64, kann nur in

S.Flad)

Eric Markuse (Foto: S.Flad)

Sachsen-Anhalt und in Nordsachsen im Radio empfangen werden – und selbst dort nur von jedem zweiten Einwohner. „Laut Media-Analyse haben wir pro Tag 158 000 Hörer im MDR-Sendegebiet“, sagt Programmchef Eric Markuse.

Hinzu kommen die Sputnik-Fans, die den Sender etwa in Berlin oder Dresden per Kabel empfangen können oder die ihn per Internet verfolgen. 20 000 bis 30 000 Zugriffe hat MDR Sputnik nach eigenen Angaben pro Tag auf den Internet-Livestream. „Wir sind UKW-mäßig ein Zwerg, aber im Netz ein kleiner Riese“, stellt Markuse fest.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh kommt zu hr3

11. Dezember 2008

Die ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh (36) startet im kommenden Frühjahr mit ihrer eigenen Radiosendung in hr3. Die nötige Erfahrung dafür bringt sie mit, denn vor ihrer Karriere beim  Fernsehen hat sie bereits mehrere Jahre beim Radio moderiert: „Ich habe zum Hörfunk immer eine große Sehnsucht gespürt. Radio ist mein Zuhause. Ich freue mich über die Möglichkeit, neben meiner Arbeit beim Fernsehen jetzt auch bei hr3 zu moderieren.“ hr3-Chef Jörg Bombach sieht in Andrea Ballschuh die ideale Verstärkung für sein hr3-Team: „Mit Andrea Ballschuh gewinnen wir eine aufgeweckte Persönlichkeit, prägnante Stimme und erfahrene Moderatorin. Ich bin sicher, dass die Hörerinnen und Hörer mit ihr viel Spaß haben werden.“

Andrea Ballschuh arbeitete von 1994 bis 1999 bei dem Berliner Radiosender „94,3 rs2“ und moderierte dort unter anderem die Morgensendung. Die in Dresden geborene Ballschuh trat bereits mit elf Jahren als Ansagerin und Moderatorin beim DDR-Kinderfernsehen auf. 1996 arbeitete sie als „Wetterfee“ bei Deutsche Welle TV, danach war sie für SAT.1, Pro 7 und N24 tätig. Seit 2003 ist Ballschuh beim ZDF, moderiert dort das Vormittags-Magazin „Volle Kanne“ und begleitet TV-Zuschauer außerdem durch zahlreiche Unterhaltungssendungen. Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) moderiert sie seit 2004 unter anderem die Quizshow „Quickie“. Auch als Schauspielerin sammelte Ballschuh in Sendungen wie „Soko 5113“ und „Die Rosenheimcops“ bereits Erfahrungen.

+kreuzblende.de: MDR SPUTNIK Programmchef: „Das ist grotesk. Ich verstehe die Welt nicht mehr!“

29. Oktober 2008

Was darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet?

Ministerpräsidenten einigen sich auf Entwurf zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag

Dresden:  Die Ministerpräsidenten haben sich in der vergangenen Woche in Dresden auf einen Entwurf zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag geeinigt. Auszug aus der offiziellen Pressemitteilung:

„Der Föderalismus in der deutschen Medienordnung funktioniert und ebnet damit den Medien in Deutschland die Entwicklungsperspektive im digitalen Zeitalter.“

Dem Entwurf ging eine fast jahrelange Kampagne sowohl der privaten als auch der öffentlich-rechtlichen Sender voraus. Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien, VPRT, warf den öffentlich-rechtlichen Sender vor, Zeitung im Internet zu machen.

Der Ministerpräsident von Baden Württemberg, Günter Oettinger, bezieht sehr deutlich Stellung zum Begriff der elektronischen Presse: “Es sei Aufgabe der Politik, hier eine „faire Grenzlinie“ zu ziehen, die sicherstelle, „dass die Zeitungen nicht durch das öffentlich-rechtliche Internet ausgehöhlt werden“.“

Damit das nicht passiert, haben sich die Ministerpräsidenten unter dem Druck der EU-Medienkommissarin Viviane Reding, auf Rahmenbedingungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geeinigt. Hier die wichtigsten Punkte:

•    Der Gesetzentwurf sieht vor, dass öffentlich-rechtliche Onlineangebote und Videotext ab 1. Mai 2009 grundsätzlich nur noch bis zu sieben Tage nach der Sendung auf Abruf bereitgehalten werden dürfen.

•    Sendungen bezüglich bestimmter Sportereignisse, wie WM-Spiele oder Spiele der 1. oder 2. Bundesliga, nur 24 Stunden danach.

•    Soll die Verweildauer von sieben Tagen bei sendungsbezogenen Angeboten verlängert, oder sollen nicht-sendungsbezogene Angebote gemacht werden, ist eine genaue Beschreibung Voraussetzung, ein „Telemedienkonzept“, das jeweils einen so genannten „Dreistufentest“ durchlaufen muss.

Über diese Entwicklungsperspektive, die Aushöhlung des Internets und über die wichtigsten Punkte des Rundfunkänderungsstaatsvertrages, wollen wir uns jetzt mit dem Programmchef von MDR SPUTNIK, Eric Markuse, unterhalten. MDR SPUTNIK setzt wie kein zweites Hörfunkprogramm auf das Internet als gleichberechtigten Ausspielweg und ist von den Beschlüssen betroffen.

Stephan Flad)

MDR SPUTNIK Programmchef Eric Markuse (Foto: Stephan Flad)

+kreuzblende.de: Herr Markuse, bekommt die Medienordnung in Deutschland durch den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag eine Entwicklungsperspektive?

Eric Markuse
: Die Frage ist, ob öffentlich-rechtliche Medien noch eine Entwicklungsperspektive haben oder nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat dies klar von der Medienpolitik gefordert. Aber herausgekommen ist ein Rundfunkänderungsstaatsvertrag, der uns gewaltig ausbremst.

+kreuzblende.de: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk engagiert sich sehr stark im Internet. Können Sie die Befürchtungen nachvollziehen, dass durch dieses Engagement die Zeitungen ausgehöhlt werden könnten?

Eric Markuse: Wir engagieren uns im Internet, weil dies ein Verbreitungsweg der Zukunft ist. Weil wir hier auf junge Menschen treffen, die wir mit unseren Inhalten erreichen können. Der klassische Wort/Bildjournalismus funktioniert im Netz nicht mehr. Heute schließt man sich in Communities zusammen, hört dort Musik oder sieht Videos. Das sind Inhalte, wie der Rundfunk sie täglich produziert. Das hat mit „Elektronischer Zeitung“, wie es der Verlegerverband behauptet,  nichts zu tun. Ihren Rubriken-Anzeigenmarkt haben die Verlage schon vor Jahren ans Internet verloren. Jahrelang fehlte ihnen eine publizistische Idee, jahrelang wurde nicht investiert, jahrelang hat man das Internet als Konkurrenz gesehen und nicht als Chance begriffen. Jetzt kaufen diejenigen Großverlage, die es sich leisten können, mit altem Geld neue Portale, zum Beispiel StudiVZ. Sie fangen an, mit furchtbar schlechten Videos Fernsehen im Netz zu machen. Gleichzeitig haben sie öffentlich-rechtliche Sender als Ursache ihrer Misere ausgemacht und platzierten mit Hilfe der eigenen Medienmacht ihre zum Teil wirklich skurrilen Argumente. Ich plädiere für eine Partnerschaft mit den Verlagen, wie es auch schon ansatzweise praktiziert wird. Kein Verlag sollte sich vor einem Jugendkulturradio wie  SPUTNIK im Netz fürchten – die eigentliche Gefahr geht von den Googles dieser Welt aus, von weltweit agierenden Monopolisten, welche die Navigation im Netz und damit den Zugang zu Inhalten bestimmen. Wir sollten eine Allianz schmieden, die eine gewisse Größe aufbringt, um in einem global beeinflussten Wettbewerb zu bestehen.

+kreuzblende.de: Welches sind Ihre größten Kritikpunkte am 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag?

Eric Markuse: Vor allem sind die Sieben-Tage-Regelung und der Dreistufentest nichts anderes als eine bürokratische Wucherung, die Zeit kostet und Unsummen verschlingen wird. Ich mache es an einem konkreten Beispiel fest: SPUTNIK hat vor einem Jahr eine Programmwoche zum Thema Rechtsextremismus gesendet. Diese Radiobeiträge stehen seitdem im Netz. Dafür wurde SPUTNIK im Rahmen des Katholischen Medienpreises vor kurzem von der Deutschen Bischofskonferenz ausgezeichnet. Nach dem neuen Staatsvertrag hätten diese aufklärenden Angebote, die Jugendlichen zur politischen Orientierung dienen, nach einer Woche wieder aus dem Netz verschwinden oder einen Dreistufentest durchlaufen müssen. Diese Idiotie muss man sich mal vorstellen: Rechtsradikale dürfen ungehindert alle Spielarten von Volksverhetzung via Internet verbreiten. Und wenn wir im selben Medium aufklären wollen, dürfen wir dies praktisch nur eine Woche lang tun. Das ist grotesk; ich verstehe die Welt nicht mehr!

+kreuzblende.de: Der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag soll im Mai 2009 in Kraft treten. Vorher muss dem Gesetz noch die Medienkommission in Brüssel zustimmen. Erwarten Sie noch grundlegende Änderungen?

Stephan Flad)

MDR SPUTNIK Programmchef Eric Markuse (Foto: Stephan Flad)

Eric Markuse: Ich fürchte, es wird keine grundlegenden Änderungen geben.

+kreuzblende.de:
MDR SPUTNIK setzt wie kein zweites öffentlich-rechtliches Hörfunkprogramm auf das Internet als gleichberechtigten Ausspielweg. Wie könnte sich das Angebot von MDR SPUTNIK, nach dem in Kraft treten des Rundfunkänderungsstaatsvertrages, verändern?

Eric Markuse: Was das Streaming unseres Angebots anbelangt, kann ich mit der Regelung leben. Aber die Sieben-Tage-Frist widerspricht komplett der Mediennutzung junger Leute. Einerseits verlangt die Gesellschaft von den öffentlich-rechtlichen Sendern, sich um die Jugend zu kümmern. Andererseits verbietet sie uns durch ein abstruses, bürokratisches und teures Regelwerk praktisch den Zugang zu moderner Kommunikation. Ich weiß noch nicht, welche Auswirkungen der Staatsvertrag auf das Programm von MDR SPUTNIK haben wird. Auf jeden Fall werden wir uns nicht entmutigen lassen und weiter sehr kreativ sein – auch im Umgang neuen Regeln.

+kreuzblende.de: Hat in Ihren Augen die Politik das Medium Internet überhaupt verstanden?

Eric Markuse: So, wie es derzeit aussieht, wohl kaum.

+kreuzblende.de: Vielen Dank für das Gespräch.

Weitere Informationen zum Rundfunkänderungsstaatsvertrag gibt es hier.

www.sputnik.de

MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt: Der erste Nacktwanderweg Deutschlands könnte im Harz entstehen.

22. September 2008

Der erste Nacktwanderweg Deutschlands könnte im Harz entstehen. Der Harzer Verkehrsverband stehe dieser Idee offen gegenüber, sagte Geschäftsführer Michael Lücke am Montag in Goslar auf ddp-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht von MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt. An Nord- und Ostsee gebe es FKK-Strände. In Abstimmung mit dem Harzklub und den Kommunen könnte dieser Trend aufgegriffen werden. Lücke verwies zugleich darauf, dass es sich bisher lediglich um Überlegungen handle.
Sollte die Idee umgesetzt werden, «wird der Weg sicher nicht auf den Brocken führen», sagte Lücke. Stattdessen könnte ein etwas abgelegener Wanderweg in Betracht gezogen werden. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen «werde der Weg entsprechend ausgewiesen», fügte Lücke hinzu. Konkrete Pläne für eine Wegstrecke gebe es bisher aber nicht.

Nacktwandern gibt es laut MDR in Deutschland schon seit mehr als 100 Jahren. Einen extra ausgewiesenen Wanderweg hätten die FKK-Anhänger bislang aber nicht.