Posts Tagged ‘Radio’

I-Net Radios nehmen UKW-Radios Hörer weg – „Etwa 20 Prozent (…) besitzen gar kein Radio mehr“

30. April 2009

Einen sehr interessanten Artikel über das veränderte Mediennutzungsverhalten hat der Spiegel-Autor Timo Kotowski geschrieben. Nur ein kleiner Auszug:

Wenn Wolfgang Seufert, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Jena, schnell etwas darüber erfahren möchte, wie junge Leute Medien nutzen, fragt er seine Studenten im Hörsaal. Wer von ihnen regelmäßig Radio höre, wollte er von den Teilnehmern einer Vorlesung wissen. Viele ließen ihre Arme unten, meldeten sich nicht. „Etwa 20 Prozent meiner Studenten besitzen überhaupt kein Radio mehr“, fasst Seufert das Ergebnis seiner Spontanumfrage zusammen.

Den kompletten Artikel gibt es hier.

„Junge Menschen in Sachsen sind nicht so dumm,…“ +kreuzblende.de-Interview mit BISS.FM-Macher

23. April 2009
BISS.FM Logo

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Seit einiger Zeit gibt es in Dresden eine Initiative, die mit dem vorhandenen Radioangebot nicht einverstanden ist. Die Initiative BISS.FM setzt sich für ein Jugendradio in Sachsen nach dem Vorbild von MDR SPUTNIK oder Fritz ein. Bis zum 31.Mai 2009 sammelt die Initiative auf ihrer Internetseite Stimmen, um ihrer Forderung nach einem neuen Radioangebot für junge Leute bei der sächsischen Landesmedienanstalt Nachdruck zu verleihen.  Die Initiative besteht nach eigenen Angaben aus Akteuren aus Kultur und Medien. +kreuzblende.de hat sich mit Mitorganisator von BISS.FM, Sebastian Schwerk, über das Projekt unterhalten.

+kreuzblende.de: Was bedeutet BISS.FM?

Sebastian Schwerk (BISS.FM)

Sebastian Schwerk (BISS.FM)

Sebastian Schwerk: Ursprünglich hieß die Initiative „Für ein Radio mit BISS“ und BISS stand (und steht) als Akronym für „Bunter, Informativer, Schlauer, Sächsischer“ – BISS.FM klang aber dann frischer.

+kreuzblende.de: Wer hat BISS.FM ins Leben gerufen?

Sebastian Schwerk: Eine „Kneipenrunde“ bestehend aus Radiomachern vom freien Radio, Labelmachern, Musikfans und mir als ehrenamtlichen Leiter der Scheune Akademie, einer Einrichtung der Dresdner Scheune, die Weiterbildungsangebote, Netzwerkarbeit und Fördermodelle für Musikwirtschaft, Medien und Popkultur anbietet.

+kreuzblende.de: Warum wurde BISS.FM ins Leben gerufen?

Sebastian Schwerk: Weil man als interessierter, musikbegeisterter, aufgeschlossener und mitdenkender junger Mensch in Sachsen kein Radio hören kann. Derzeit gibt es nur einen „offiziellen“ Jugend-Sender, das ist Radio NRJ, also ein privater Sender, der zuletzt auch noch Mitarbeiter entlassen hat und somit weniger regionale Berichterstattung bieten kann und bei dem sehr wenig neue Musik ins Tagesprogramm aufgenommen wird. Für junge Erwachsene gibt es noch JUMP, aber JUMP hat laut Analysen weniger Informationsgehalt als einige private Sender und spielt ebenfalls extrem wenig neue Musik.

Mit neuer Musik ist dabei immer die Anzahl neuer Titel gemeint, dies es schaffen, ins Tagesprogramm der nächsten Woche zu kommen.

Die Kernaussage ist: Die jungen Menschen in Sachsen sind nicht so dumm, wie sie vom Radio verkauft werden und das Bedürfnis nach einem kreativen, anspruchsvollen Programm ist enorm. Das bisherige Angebot regt nicht zum Nachdenken an. Auch und gerade für die regionale Musikszene ist das aktuelle Sendeangebot ein Schlag ins Gesicht, da die Aussichten, im Radio gespielt werden für Sächsische Bands und Labels gegen Null geht. Da leisten Fritz und Sputnik echte Pionierarbeit und die braucht es auch, um Wege für neue Musik zu ebnen. Auch der private Sender Motor.FM leistet hier gute Arbeit und würde ebenfalls gerne in Sachsen auf verfügbaren Frequenzen senden. Diese werden aber leider unter ziemlich fadenscheinigen Gründen von der Landesregierung blockiert.

+kreuzblende.de: Wie ist die Reaktion auf BISS.FM?

Sebastian Schwerk: Hochgradig emotional. Alle bisherigen 2.000 Unterzeichner sind ganz offensichtlich wütend, frustriert und hören in der Regel außer den Sendern Deutschlandfunk und Deutschlandradio gar kein Radio über UKW mehr. Ungefähr jeder dritte Unterzeichner hinterlässt einen Kommentar, in dem die aktuelle Situation als Katastrophe bezeichnet wird.

+kreuzblende.de: Ihr macht eigenes Programm?

Sebastian Schwerk: Jein. Das war nicht unser Ziel und bisher haben wir nur an einem einzigen Tag gesendet und da ging es mehr um Aufmerksamkeit für unsere Initiative als um einen eigenen Sender. Wir haben da parallel zum Dresdner Filmball „Tanz der Vampire“ (Motto: „Beißen und gebissen werden“) den Radioball ins leben gerufen. Aber es gibt den plötzlich eingetretenen Nebeneffekt, dass sich super viele Leute gemeldet haben, die meinten: „Lasst uns jetzt einfach gemeinsam ein Webradio hochziehen, bevor wir auf irgendwelche Förderungen oder ähnliches warten“. Wir fordern ja neben der Einführung einer echten Alternative auf UKW auch ein Förderprogramm für nichtkommerzielle Webradios (Unis, Schulen etc.) und die ganze Sache kriegt eine riesige Dynamik.

+kreuzblende.de: Was passiert mit BISS.FM nach dem 31.05.2009?

Sebastian Schwerk: Nun ja, ich hoffe, dass wir deutliche Zeichen setzen können, um mit entscheidenden Personen Gespräche führen zu können und sich dabei Lösungen finden lassen und es doch zu einer Ausschreibung der verfügbareren Frequenzen für ein zweites Jugendradio kommt. Und wenn das alles nicht klappt, dann werden wir uns wohl darauf konzentrieren, den MDR zu „bearbeiten“. Letzten Endes könnte man ja auch JUMP und Sputnik über eine Frequenz in Sachsen senden, wenn sich eine gute Sendeaufteilung findet. Also zum Beispiel 06 Uhr – 10 Uhr Sputnik. 9 Uhr – 14 Uhr JUMP, 14 Uhr – 18 Uhr Sputnik usw. – Selbst diese Minimallösung wäre ein enormer Fortschritt in Sachsen und würde sicher im Hause MDR für einige Bewegung sorgen. Und Bewegung soll ja nicht schaden. In Sachsen Anhalt, wo beide Formate ausgestrahlt werden, haben beide nahezu gleich viele Hörer. Der MDR könnte also durch solch eine Minimalvariante in Sachsen Hörer und Glaubwürdigkeit gewinnen!

Und dann wird es, so wie es aussieht, bald ein neues Webradio in Sachsen geben. Aber ein Webradio kann nie ein Qualitätsradio auf UKW ersetzen und ist eher eine Art regionale Netzwerkplattform für Musik, die sonst nicht im Radio gespielt wird.

+kreuzblende.de dankt Sebastian Schwerk für das Gespräch.

http://biss.fm/
www.slm-online.de

Radio kann man in Leipzig studieren – Uni Leipzig bietet Master-Studiengang an

22. Februar 2009

In Leipzig können sich Interessierte zum Radioprofi ausbilden lassen. Die Universität bietet den ersten grundständigen universitären Masterstudiengang im deutschsprachigen Raum an. Voraussetzung sind ein Bachelor-Abschluss, in der Regel in einem kommunikations- und medienwissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Studiengang sowie umfangreiche Erfahrungen in der Radiopraxis. Ab Oktober geht’s los. Bewerbungsschluss für deutsche Studierende ist der 31.Mai, für Studierende aus dem Ausland der 30.April.

Mehr Infos zum Studiengang gibt es hier.

Radiopraxis in zweitägigen Workshops in Leipzig in den Bereichen Nachrichten und Comedy gibt es hier.

ARD Radio Tatort „Hexenjagd“: Premiere auf der Leipziger Buchmesse

11. Februar 2009
„Hexenjagd“ ist der neue ARD Radio Tatort von Robert Hültner (Produktion: BR). Bei der Leipziger Buchmesse feiert er anlässlich einer großen „ARD Radio Tatort-Nacht“ Premiere. In diesem neuen Fall wird eine 17-jährige Jugendliche in einer Fischerhütte in Bruck am Inn tot aufgefunden. Der Verdacht fällt auf den Besitzer der Hütte, einen Stadtrat, der offenbar ein Verhältnis mit dem Mädchen hatte. Bis ein anonymer Anruf die Polizisten Rudi Egger und Senta Pollinger auf die Spur eines stadtbekannten Sonderlings bringt. Im Anschluss an die Premiere wird es einen Ausblick auf das zweite Tatort-Jahr im Radio geben sowie Gespräche mit Dramaturgen und Schauspielern. Mit Nele Rosetz alias Kommissarin Annika de Beer (MDR) und Florian Karlheim alias Polizeiobermeister Rudi Egger (BR) begegnen sich Ermittler aus zwei ARD Radio Tatort-Teams persönlich. Die Live-Musik des Abends kommt vom Jac Garthmann-Trio, das eigens für den Radio Tatort des NDR gegründet wurde.

Internet-Radio-Sendungen legal mitschneiden

10. Februar 2009

Auch Musiktitel wandern so auf die heimische Festplatte

Wer mit der Auswahl an Radiosendern im Äther nicht zufrieden ist und vielleicht auch seine digitale Musiksammlung kostenlos erweitern will, sollte sich im World Wide Web umsehen. Dort warten tausende Internet-Radios auf Hörer. Von raren Jazz-Aufnahmen aus den 20er Jahren bis hin zu puertoricanischer Salsa ist für jeden Geschmack etwas dabei. Internet-Radio-Programme wie Streamripper, Screamer Radio, clipinc, Phonostar Player oder Nexus Radio sortieren die Stationen und Musik-Streams nach Genre und Herkunft und schneiden einzelne Titel oder ganze Sendungen mit – völlig legal.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Zukunft des Radios zwischen Optimismus und Schwarzseherei

6. Februar 2009

„Radio 2010 am Ende?“, fragte die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) anlässlich ihres Radioworkshops 2008 und zeichnete für die Radiozukunft ein eher trübes Bild. Damit ist die Bundeszentrale nicht allein. Auch anderenorts beschleicht den Beobachter das Gefühl, dass fast 90 Jahre nach dem Start des Radios nun dessen Ende eingeläutet wird, wenn Wissenschaftler und Radiopraktiker sich Gedanken über die Zukunft des Radios im digitalen Zeitalter machen. Ein Hauptgrund dafür ist die rückläufige Bindung der Jüngeren an das Medium Radio. Dieser Rückgang betrug in den letzten sieben Jahren bei der Altersgruppe der bis 24-Jährigen immerhin 10 Prozent. Aber wie beständig ist das Radio wirklich? Ist es tatsächlich der Dinosaurier in der neuen digitalen Medienwelt? Immerhin, und dies spricht für das Radio, hat es während seiner langen Geschichte schon des Öfteren Rückschläge überstanden, wie beispielsweise das Aufkommen des Fernsehens oder die Popularität des Musiksenders MTV.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Social Internet Radio – AUPEO!

14. Januar 2009

Die Social-Communitys hören jetzt auch noch Radio. Auf www.aupeo.com kann sich jeder sein persönliches Radioprogramm zusammenstellen und mit Gleichgesinnten aus der Community quatschen und so. Achso: Das persönlich zusammengestellte Radioprogramm kann der User dann über sein W-Lan Radio anhören. Stellt sich die Frage: Was mache ich dann mit meiner teuer gekauften MP3-Sammlung? Zurückgeben geht ja nicht. Das einzig witzige an dieser Seite ist das animierte Lautsprechermännchen.

kreuzblende.de-Tipp: Die Lösung für Podcaster, Sprecher und VJs

11. Januar 2009

Die Zeiten in denen Preise für professionelle Studiotechnik mit Einfamilienhäusern konkurrierten sind vorbei. Für schlappe 150 Euro gibt es von Samson das Studiomikrofon G-Track das die Soundkarte gleich eingebaut hat. Das Mikrofon in Großmembran-Studiooptik hat deshalb mehrere Regler und Schalter für Lautstärke und Signalquellen. Ein Anschluss für Kopfhörer und ein zusätzlicher Line-In sind ebenfalls vorhanden. Und jetzt wirds kinderleicht: Das Mikro einfach an den Mac (oder dieses andere System) anschließen, reinsprechen – fertig. Wir empfehlen zur Bearbeitung Logic Express 8. Jetzt gibt es für Radioleute keine Ausrede mehr nicht von zu Hause zu arbeiten.

Das Samson G-Track noch günstiger gibt es hier.

Die Seite vom offiziellen Hersteller gibt es hier.

Und natürlich wurde das Samson G-Track auch getestet. Die Tests gibt es hier.

Neues Internetradio öffnet seine Pforten

30. Dezember 2008

In wenigen Tagen ist es soweit. Am 2. Jänner startet das neue Internet-Radio „Radio Interaktiv“. Der Online-Sender hat sich vorgenommen, die Hörer aktiv in das Programm einzubinden. „So stehen den Zuhörern gleich von Beginn an Wunschmöglichkeiten zur Verfügung. Das Beste daran: Musikwünsche werden innerhalb weniger Minuten auf Sendung gebracht“, sagt Radio Interaktiv-Betreiber Thomas Böhmländer.

Weiteres steht allen Usern die neue Internet-Plattform www.radio-interaktiv.es zur Verfügung. Eine Community, in der die Leute die Möglichkeit haben, sich auszutauschen, nach Freunden/innen zu suchen, oder einfach nur Spaß zu haben. Die Homepage ist bereits online, die User können sich auch schon kostenlos registrieren um die zahlreichen Serviceangebote zu nutzen.

Absofort kann auch schon das Radio gehört werden. Neben einem guten Mix aus Rock und Pop kommen auch Schlager-Freunde auf Ihre Rechnung. Einmal pro Stunde gibt es den „Schlager der Stunde“. Einmal in der Woche gibt es dann sogar 2 Stunden nur Schlager am Stück. Auch Musik von „unbekannten Bands“ ist gerne willkommen.

Mitte Jänner startet auf Radio Interaktiv dann auch das Live-Programm. In mehreren Sendestrecken gibt es dann die Möglichkeit, aktiv bei den Sendungen mitzuwirken. So wird es zum Beispiel eine PC-Pleiten-Pech und Pannendienst geben. Hier werden Probleme mit dem Computer live auf Sendung gelöst.

Das Radio ist unter der Internet-Adresse http://www.radio-interaktiv.es erreichbar.