Mit dem Radio-«Tatort« geht es vorerst weiter. Die Hörfunkdirektoren der ARD beschlossen die Verlängerung des im Januar gestarteten Hörspielprojekts bis 2010, wie der Koordinator der Reihe, Ekkehard Skoruppa, der Nachrichtenagentur ddp sagte. Ab Mittwoch läuft zunächst der RBB-Radio-»Tatort« über die ARD-Frequenzen quer durch die Republik.
Mit dem Radio-«Tatort« geht es vorerst weiter. Die Hörfunkdirektoren der ARD beschlossen die Verlängerung des im Januar gestarteten Hörspielprojekts bis 2010, wie der Koordinator der Reihe, Ekkehard Skoruppa, der Nachrichtenagentur ddp sagte. Ab Mittwoch läuft zunächst der RBB-Radio-»Tatort« über die ARD-Frequenzen quer durch die Republik. Zum ersten Mal ermittelt das ungleiche RBB-Gespann aus Hauptkommissarin Katharina Holz und Oberkommissar Alexander Polanski inBerlin.
Das Buch für den RBB-Hörkrimi »Abriss« um den Mord in einer heruntergekommene Kneipe im Prenzlauer Berg und die Geldsorgen eines Box-Trainers stammt von Tom Peukert, der mit seinen Theaterstücken bekannt wurde. Die Sprechhauptrollen übernahmen Eva Kryll und Alexander Khuon.Als Boxer-Nachwuchs Nico ist der Schauspieler Oktay Özdemir dabei. Schauspieler Khuon, der bereits für über 50 Hörspiele im Studio stand, bescheinigt den Machern der Produktion – Regisseur Robert Schoen und Tontechniker Peter Avar – große Experimentierfreudigkeit. So entstanden einige »Abriss«-Szenen außerhalb des Studios, in einem Wagen, in einem Treppenhaus. »Das habe ich auch noch nicht erlebt«, sagt Khuon. Er hofft, dass sich die Radio-»Tatorte« ebenso etablieren wie der große Bruder im ARD-Fernsehen. In der Beziehung zwischen seiner Figur des jungen Ermittlers, der in der Freizeit Slam-Poetry vorträgt, und jener seiner Kollegin, die per Partnervermittlung nach dem zweiten Frühling sucht, seien viele Konflikte und spannungsreiche Situationen angelegt. »Denen würde ich gerne noch länger nachgehen«, sagt er. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. »Radio-Tatort«-Koordinator Skoruppa zufolge bekommen die Produktionen von Hörerseite viel positive Resonanz. Auch er hofft, dass die Reihe noch lange läuft. Allerdings sieht er auch Änderungsbedarf: Was im Fernsehen über Jahrzehnte erprobt sei, müsse sich bei den Radioproduktionen noch einspielen. Der »Radiotatort« sei »an vielen Stellen noch steuerungsfähig«, sagt er. Im Dezember folgt dann der NDR-»Radiotatort – Tod eines Tauchers«.
Der WDR startet im Januar mit einem aktuellen Thema: Dann ermittelt Undercover-Kommissar Nadir Taraki in einer Geiselnahme am Rande eines G8-Gipfels auf dem Bonner Petersberg. Erstmals soll dabei die Bundeswehr gegen Demonstranten eingesetzt werden. »Abriss“ hat am Mittwoch Premiere um 19.05 im RB Nordwestradio. Am Abend läuft der Krimi außerdem in Bayern 2 und RB Bremen Vier und an den Folgetagen in den übrigen Wellen. Im RBB wird der knapp einstündige Krimi am 17. November um 22.04 Uhr im SR 1 und Kulturradio ausgestrahlt, am 18. November um 20.00 Uhr in Radio Eins.